Schloss Belvedere

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Das Schloss Belvedere in Wien wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts von dem Architekten Johann Lucas von Hildebrandt als Sommerresidenz für Prinz Eugen von Savoyen: Das Belvedere besteht aus zwei Schlössern, dem Unteren und dem Oberen Belvedere mit Orangerie, die durch einen geometrisch gestalteten Garten miteinander verbunden sind. Der Garten ist über drei Terrassen – einer Seins- oder Weltenpyramide gleichend – angelegt, wobei die untere Ebene die Wirkkraft der Elemente und die Jahreszeiten zeigt, die mittlere den Parnass und die obere schließlich den Olymp.

Das Belvedere zählt zu den schönsten barocken Bauwerken Europas und gehört dem Weltkulturerbe an. Im Schloss Belvedere werden österreichische Kunstwerke – einer der bedeutendsten Sammlungen des Landes – vom Mittelalter bis zur Gegenwart aufbewahrt. Geschichtsträchtige Orte, wie die Besichtigung des Mamorsaales in dem der österreichische Staatsvertrag unterzeichnet, erwarten den Besucher. Zu sehen sind Werke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte, was das Belvedere zu einem einzigartigen Erlebnis macht.

Die Sala Terrena stellt einen der prachtvollsten Säle des Oberen Belvedere dar und ist mit Werken von Santino Bussi unnd Statuen von Lorenz Mattielli ausgestattet. Die zweigeschossige Kapelle im Oberen Belvedere zeigt sich in ihrer ursprünglichen Erscheinungsform.

Während das Obere Belvedere überwiegend zu Repräsentationszwecken genutzt wurde, besaß das Untere Belvedere die Funktion eines Wohnschlosses. Im Mamorsaal wurden ursprünglich die Gäste empfangen: sie erwartete eine Wandgliederung von Kriegstrophäen, Gipsmedaillons und ein Deckenfresko mit apollinischen Motiven.