Stift Melk

File 224Das linke Ufer der Donau werden von dem Stift und der Stadt Melk dominiert. Melk war in der Entwicklung der Geschichte Österreichs stets ein bedeutendes kulturelles und geistliches Zentrum. Leopold I. machte die Burg Melk zu seiner Residenz und seine Nachfolger statteten sie mit wertvollen Schätzen und Reliquien aus.

Im Jahre 1089 wurde die Burg an die Benediktinermönche aus Lambach übergeben, die sie in eine befestigte Klosteranlage umwandelten. Seither leben und wirken in ununterbrochener Reihenfolge Mönche nach dem Vorbild des hl. Benedikt im Stift Melk. Verschiedene Künstler wie Jakob Prandtauer, Fischer von Erlach und Joseph Munggenast schufen den heutigen Barock-Kloster-Palast.

File 314In der golden strahlenden Stifts-Bibliothek, die im Benediktinerkloster den zweitwichtigsten Ort ausmacht und dessen Deckfresko – eine Allegorie des Glaubens von Paul – Troger geschaffen wurde, sind in insgesamt 12 Räumen über 1888 Handschriften, 750 Inkunabeln, 1700 Werke aus dem 16. Jahrhundert, 4500 aus dem 17. Und 18000 aus dem 18. Jahrhundert, was eine Gesamtanzahl von circa 100000 Büchern macht. aufgereiht.

Der Mamorsaal, der ebenfalls die Handschrift Paul Trogers trägt, eignet sich als Empfangs- und Zeremonienhalle: das Deckenfresko zeigt Palas Athene auf dem Löwenwagen als Symbol der Weisheit. Die barocke Stiftskirche bildet den Höhepunkt der Klosteranlage des Stiftes Melk: In der Pracht der Kirche wird der Ruhm des Kreuzes transparent.