Straden

File 230In der Hügellandschaft der Südsteiermark liegt auf einem sanft geschwungenen Höhenrücken vulkanischen Ursprungs Straden, dessen Kirchturmspitzen bereits aus der Ferne zu sehen sind. Da die Ostgrenze der Steiermark im Mittelalter beständiger Angriffe ausgesetzt war, errichtete man auf dem Höhenrücken eine Verteidigungsanlage in Form einer Fluchtburg, welche die Bewohner der um die Vulkanklippe angesiedelten Dörfer schützen sollte.

Die Dekanatskirche Maria Himmelfahrt befindet sich auf einer mächtigen Mauer – entlang des schmalen Hohenrückens erhebt sich eine Reihe Bürgerhäuser. Vom Kirchplatz ausgehend sieht man das Pfarrhaus, das über einen arkadengeschmückten Innenhof verfügt. Hinter der Kirche ist noch eine weitere oder eigentlich zwei weitere Kirchen sichtbar: eine Oberkirche, die Filialkirche zum hl. Sebastian, und die Unterkirche. An der Nordseite des Bergrückens stehen schließlich erhöht und durch eine bunte Häusergasse erreichbar eine dritte Kirche, eine aus dem 17 Jahrhundert stammende Kapelle.

Der Anblick dieser Vielzahl an Gotteshäusern entspricht der Anmut, Schönheit und Würde des oststeirischen Hügellandes, das sich bis nach Radkersburg im Süden und zu den Gleichenberger Vulkankegeln im Nordosten erstreckt. Kleine bunt verschlungenen Gässchen und Stiegen führen vom Hohenrücken zu den Häusern hinab: vor allen Dingen Kleinbauernhäuser und Buschenschenken sind hier angesiedelt. Die Landwirtschaft treibt aufgrund der klimatisch guten Bedingungen schöne Blüten: Wein, Obst und Gemüse und Ölkürbisse füllen den „Steirischen Früchtekorb“.