Stift Nonnberg

File 227Nonnberg stellt eine Säule des Weltkulturerbes Salzburg dar und ist darüber hinaus das älteste Frauenkloster nördlich der Alpen: Das Benediktinerstift liegt an einem südöstlichen Ausläufer des Festungsberges unterhalb der Festung Hohensalzburg – gegründet wurde es im Jahre 714 vom heiligen Rupert. Rupert setzte als Äbtissin seine Nichte, die heilige Erentrudis ein, deren Grab in der Krypta der Stiftskirche besichtigt werden kann.

Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert von Kaiser Heinrich II. und seiner Gemahlin erweitert – die ganze Anlage wurde dann aber durch einen Brand fast nahezu zerstört, woraufhin im 15. Jahrhundert ein neuer Konvent mit Kirche errichtet wurde. Die Arbeit im Kloster konzentriert sich auf wissenschaftliche und kulturelle Tätigkeiten im Bereich Archiv, Bibliothek und Sammlungen.

Auch eine Keramikwerkstätte ist Bestandteil der Räumlichkeiten. Über dem Hauptportal befindet sich das romanische Tympanon, das Maria zwischen Johannes dem Täufer und Erentrudis zeigt. Der spätgotische Hauptaltar ist der eigentliche Höhepunkt des Stiftes: seine Konturen tragen die Handschrift von Albrecht Dürer. Peter Hemmel, einem bekannten Maler der Spätgotik, fertigte das mittlere Fenster des Chors, das original gotisch ist. Unter dem Nonnenchor aus dem 12. Jahrhundert sind besonders bemerkenswert die romanischen Fresken. Auch der Flügelaltar in der Johanneskappelle ist sehenswert.